- Discover
„Somebody help me, I’m being spontaneous!“ von Melanie Baker: Ein Debüt voller Emotionen
Ob Singen, Schreien oder Weinen: Bei Melanie Bakers Debütalbum „Somebody help me, I’m being spontaneous!“ ist das alles möglich.

Die Frau spricht einem aus der Seele: Mit einem herzhaften Schreien eröffnet Melanie Baker ihr Debütalbum, bevor sie sich zwischen Slackernoise und Bedroom-Depression an einer miesen Trennung abarbeitet. 33 Minuten lang pflügt die Britin mit 90er-Gitarren und mauligem Gesang durch Punkinferno („Cabin Fever“), taumelnden Blues („Bye, bye Loser“) und Empowerment-Versprechen („You’ll get better”).
So retro der Sound, so zeitlos sind die Themen, die Baker besingt: „I don‘t wanna be a sad Clown”, „I’m lazy when I’m depressed“ oder „I wanna life my Live like a Movie“ – immer wieder gleicht die Musikerin die eigenen Unzulänglichkeiten mit auch gesellschaftlichen Wunschvorstellungen ab. Kathartisch gestaltet sich dabei der an Courtney Barnett angelehnte Sound: Vom anfänglichen Wutschrei über Verweigerungshaltung und Trauer hin zum sich wieder Aufrappeln und dem besten Song kurz vor Schluss, wenn Baker den eigenen Stillstand aufbricht und aus „Slugs“ eine Hymne für alle Unperfekten macht. Ein komplett überzeugendes Debüt.
Musik


Qobuz-Tipp der Woche: „Yearnalism“ von Baby Rose

Mit Sounds wie aus den 70ern: Fink geht auf Tour
Hörenswert

Absichtlich uncool: Panda Bear und Sonic Boom im Gespräch
Noah Lennox alias Panda Bear und Peter Kember alias Sonic Boom ergänzen einander perfekt: Über den Tod denken sie genau so gern nach wie über Steel Drums.

„Wo bleibt da der Spaß?“ Dinosaur Jr. ist zurück
J Masics von Dinosaur Jr. weiß selbst nicht, was er sagen will, wenn er einen Song schreibt. Jetzt kommt ein neues Album: „There Near“.

Qobuz-Tipp der Woche: „Visitor“ von Sienna Spiro
Bereits vor dem Release ihres Debütalbums war Sienna Spiro ein Popstar. Mit „Visitor“ beweist die Britin nun, dass sie mehr als ein Internethype ist.