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„Pax“ von Tingvall Trio: Statement für den Frieden
Auf seinem neuen Album wird das Tingvall Trio so explizit politisch wie nie zuvor – ohne die musikalische Leichtigkeit zu opfern.

Jazz und Politik – traditionell nicht unbedingt die naheliegendste Assoziation. Zumindest, wenn die Musik ohne Texte daherkommt, wie es beim Tingvall Trio der Fall ist. Doch wir leben nun einmal in Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, unpolitisch sein zu wollen. Und so ist das neue Album des Trios, wie der Titel „Pax“ unschwer verrät, ein klares Statement für den Frieden.
Diese Entwicklung hat sich schon auf dem Vorgängeralbum „Birds“ angekündigt, auf dem sich das Trio aus Martin Tingvall, Omar Rodriguez Calvo und Jürgen Spiegel mit Themen wie dem Klimawandel auseinandergesetzt hat. So explizit wie auf „Pax“ ist ihre Musik allerdings noch nie gewesen. Das geht direkt mit „Open Gate“ los, einem Stück, das nicht nur im Titel auf die brutale Grenzenpolitik Europas anspielt, sondern auch musikalisch denkbar offen und einladend daherkommt. Für Fans ist von Anfang an präsent, was sie seit vielen Jahren am Tingvall Trio lieben: eingängige Melodien gepaart mit rhythmischer Komplexität, die perfekte Balance zwischen Zugänglichkeit und Herausforderung.
Insgesamt ist „Pax“, wie das Trio selbst erklärt, so nah an der Liveperformance wie nie zuvor. Die Songs haben eine Direktheit und Unverstelltheit, wie sie nur ein extrem gut aufeinander eingespieltes Ensemble erreichen kann. Dabei gibt es mit dem Titeltrack, „A Promise“ oder dem gravitätischen Schlusstrack „Goodbye“ viele balladeske Stücke, doch wie „A new Hope“ beweist, ist das Tingvall Trio nach wie vor für stürmische Dynamik gut. Mit „Ystad Folksong“ und „Sami People“ finden sich Anspielungen auf Tingvalls schwedische Heimat, während „The End“ mit dramatischem Bass das Ende der Welt imaginiert.
Musik


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