„Only Margo“ von Rufi Thorpe
„Only Margo“ von Rufi Thorpe stürzt sich ins White-Trash-Milieu: Derb, aber liebenswert erzählt der Roman von It-Girls, Nacktfotos und Dickpic-Rankings bei Onlyfans.

„Only Margo“ von Rufi Thorpe ist unsere Buchempfehlung der Woche.
Margo ist schwanger – und pleite. Eine knifflige Kombination. Zumal der Vater, ihr Collegeprofessor für literarische Erzählperspektiven, weder von ihr noch ihrem Kind etwas wissen will. Eine Prämisse, mit der Autorin Rufi Thorpe eine falsche Spur legt. Schließlich ist „Only Margo“ kein neuer Campusroman über Machtmissbrauch. Im Gegenteil: Thorpe stürzt sich ins White-Trash-Milieu: derb, aber liebenswert.
Margo ist das uneheliche Kind einer Hooters-Kellnerin mit dem Selbstverständnis eines It-Girls und eines Ex-Profiwrestlers mit Heroinsucht. Und obwohl ihr Vater mittlerweile bei ihr wohnt, erwartet sie keine überbordende Unterstützung. Sie beschließt, bei Onlyfans als Sexarbeiterin ihr Geld zu verdienen. Ihr Job: Nacktfotos, Dickpic-Rankings, Sexting. Bis ihr Professor plötzlich beschließt, die Vaterrolle nun doch ernst zu nehmen. „Only Margo“ ist ein wahnsinnig runder Roman, der spielerisch die Grenzen zwischen Realität und Fiktion auslotet. Ein Pageturner, der sich liest wie eine perfekte Adaptionsvorlage. Und tatsächlich ist bereits eine Serie mit Elle Fanning und Nicole Kidman in Planung.
Hat es Rufi Thorpe mit „Only Margo“ auf unsere Liste der besten Bücher im Januar 2025 geschafft?
Literatur


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