„Nichts Besonderes“ von Nicole Flattery
Mit „Nichts Besonderes“ entwirft die irische Newcomerin Nicole Flattery in betonter Beiläufigkeit eine Art Anti-Künstlerroman.

„Nichts Besonderes“ von Nicole Flattery ist die Studie einer rebellischen, lebenshungrigen Teenagerin auf der Suche nach Geltung und Freiheit.
„Nichts Besonderes“ von Nicole Flattery ist unsere Buchempfehlung der Woche.
Mae ist unangepasst: Wenn sie die Schule nicht gerade schwänzt, erregt sie dort Anstoß, und daheim fetzt sie sich mit ihrer alkoholkranken Mutter. Mae ist siebzehn und sehnt sich nach mehr. Spürt, dass ihre Sehnsüchte zu bizarr sind für den tristen Großstadtrand des 1966er New Yorks – einer „Stadt, die scharf ist wie eine Rasierklinge.“ Das Schicksal führt sie mitten hinein ins wild pulsierende Herz der Kunstszene: Sie wird für niemand Geringeren als Andy Warhol tätig, darf in dessen berüchtigter Factory auf der Schreibmaschine Tonbandaufzeichnungen transkribieren, die dessen späteres Kauderwelschbuch „A Novel“ werden.
Wer literarische Popart erwartet, wird jedoch enttäuscht: In betonter Beiläufigkeit entwirft die irische Newcomerin Nicole Flattery eine Art Anti-Künstlerroman. „Nichts Besonderes“ ist die Studie einer rebellischen, lebenshungrigen Teenagerin auf der Suche nach Geltung und Freiheit. Es ist ein illusionsloses Porträt all der Namenlosen, die ihr Dasein im Schatten der vermeintlich großen Kunst fristen.
Hat es „Nichts Besonderes“ von Nicole Flattery auf unsere Liste der besten Bücher im September 2023 geschafft?
Literatur


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