- Discover
„Morgen werde ich mich dafür hassen“ von Dissy: Chronik einer Nacht
Auf „Morgen werde ich mich dafür hassen“ vertont der Erfurter Rapper Dissy eine schlaflose Nacht – mit all ihren Höhen und Tiefen.

„Morgen werde ich mich dafür hassen“: ein Satz, bei dem man schon weiß, dass die Scheuklappen bald aufgesetzt werden und rationale Gedanken kurzzeitig ausgesetzt sind. Für sein neuestes Projekt hat der Erfurter Rapper Dissy dieses kurzweilige Gefühl, in dem alles andere egal ist, eingefangen und in musikalische Form gegossen. Neun Songs, davon zwei Interludes, 20 Minuten Spieldauer – es ist nicht nur vom Titel her eine kurze Nacht, die Dissy skizziert.
Und die bringt alles Erdenkliche mit sich, was solche Stunden so produzieren können: „Fun“ beim Feiern mit klassischer Fuck-it-Attitüde, die verrauchten Gedankenspielereien in „Nebel“ über Mental Health zwischendrin und die Entzweiung mit ehemaligen Wegbegleitern. Als musikalischer Boden dient dabei ein treibender Mix aus Garage und HipHop im Stile von etwa Deki Alem, der mal reduziert, mal ausufernd gitarrenlastig ein Abbild dieser Gedankenflut ergibt. Der Kater kommt morgen, doch daran wird jetzt erstmal nicht mehr gedacht.
Musik


Qobuz-Tipp der Woche: „Yearnalism“ von Baby Rose

Mit Sounds wie aus den 70ern: Fink geht auf Tour
Hörenswert

Absichtlich uncool: Panda Bear und Sonic Boom im Gespräch
Noah Lennox alias Panda Bear und Peter Kember alias Sonic Boom ergänzen einander perfekt: Über den Tod denken sie genau so gern nach wie über Steel Drums.

„Wo bleibt da der Spaß?“ Dinosaur Jr. ist zurück
J Masics von Dinosaur Jr. weiß selbst nicht, was er sagen will, wenn er einen Song schreibt. Jetzt kommt ein neues Album: „There Near“.

Qobuz-Tipp der Woche: „Visitor“ von Sienna Spiro
Bereits vor dem Release ihres Debütalbums war Sienna Spiro ein Popstar. Mit „Visitor“ beweist die Britin nun, dass sie mehr als ein Internethype ist.