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„MoonDial“ von Pat Metheny: Maximal melodisch
Auf seinem neuen Album „MoonDial“ widmet sich der Jazzgitarrist exklusiv der Baritongitarre – und erfindet sich so mal wieder ganz neu.

Seit vielen Jahrzehnten ist Pat Metheny einer der erfolgreichsten Jazzmusiker weltweit. Das hat nicht nur mit seinem außergewöhnlichen Talent zu tun, sondern auch mit seinem Ohr für unwiderstehliche Melodien – und mit seiner Experimentierfreude und der Lust, sich immer wieder neu zu erfinden. Wenn heute das neue Album „MoonDial“ erscheint, offenbart Metheny darauf wieder eine ungewohnte Seite – und spielt auf ungewohnten Saiten, nämlich auf einer Baritongitarre. Und auch, wer sich darunter nichts vorstellen kann, weiß eines immerhin sofort: Das Instrument ist bei Metheny in extrem fähigen Händen.
Dabei sieht sich Metheny selbst gar nicht primär als Gitarrenvirtuosen: „Dass ich Gitarrist bin, hat mir nie viel bedeutet“, hat er uns im Interview verraten. „Klar, ich bin bekannt als der, der sich die Gitarre umhängt. Aber ich sehe die Gitarre als eine Übersetzungshilfe, um meine Musik zu erklären. Seit ich 15, 16 Jahre alt war, habe ich nie viel über das nachgedacht, was ich spiele. Erst dadurch, dass ich jetzt jeden Abend zwei Stunden allein auf der Bühne gesessen habe, habe ich begonnen, das ernst zu nehmen. Meine Beziehung zum Instrument ist viel intensiver geworden.“
Damit beschreibt er auch den Entstehungsprozess seines neuen Albums „MoonDial“, das aus Ideen erwachsen ist, die Metheny auf Tournee zu seiner vorherigen Platte „Dreambox“ entwickelt hat – live auf der Bühne, nur er und die Baritongitarre. Dieses minimalistische Konzept hat Metheny für „MoonDial“ aufrechterhalten. Es gibt keine Overdubs, keine weiteren Instrumente. Tatsächlich hat der Musiker auch die Aufnahmen während der Tournee gemacht – und „MoonDial“ erscheint nun, noch bevor sie endet.
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