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„Monkey Mind“ von Pearl & The Oysters: Spaß mit der Apokalypse
Tanzbar, fröhlich und kunterbunt – wenn die Texte nicht wären: Das neue Album des Duos handelt von wunderschönen Katastrophen.

Die Geschichte ist fast zu niedlich: Juliette Pearl Davis alias Juju und Joachim Polack alias Jojo treffen sich in einer Schule in Paris und gründen eine Band. Viele Jahre später sind die beiden noch immer ein Paar, leben in Los Angeles und bringen ihr mittlerweile sechstes Album als Pearl & The Oysters heraus. „Monkey Mind“ lebt von Discofunk-Rhythmen und Jujus heller Stimme, Mort-Garson-Synths und mehr oder minder expliziten Verweisen auf Yellow Magic Orchestra („Shinkansen“).
Was das alles davor rettet, zu kitschig oder seicht zu werden, sind Texte und Konzept: Das Album ist unter dem Eindruck von Trumps Wiederwahl und den Waldbränden in L.A. entstanden. Letztere werden in „Mandarin Moon“ explizit besungen („Mandarin moon, you look so gritty/Through all the raining ash“), was das darauf folgende Flötensolo weniger eskapistisch als resilient klingen lässt. Und ein Retro-Bossa-Nova-Song mit Vintage-Filter über der Stimme wirkt doch ganz anders, wenn er „Doom Mood“ heißt. In den besten Momenten ist „Monkey Mind“ beides zugleich: spaßige Exotica-Reise und zupackendes Ringen mit der Realität.
Musik


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