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„Michelangelo Dying“: Cate Le Bon kündigt neues Album an
Mit der Single „Heaven is a Feeling“ kündigt Cate Le Bon ihr siebtes Album für den 27. September an, auf Tour kommt sie im November.

„I see you watch me work for your slow hand / Draping my body with no rhythm just desire / The day / The night / It all ends / And you smoke our love / Like you’ve never known violence.”
Drei Jahre nach „Pompeii“ meldet sich die walisische Experimentalmusikerin Cate Le Bon mit einem neuen Studioalbum zurück: „Michelangelo Dying“ heißt es und ist gedacht als eine detaillierte Chronik von Le Bons jüngsten inneren Kämpfen – etwa mit dem ewigen Dilemma Abstraktion vs. Konkretisierung, den unübersichtlichen Zuständen der Liebe und der Erschöpfung der Fantasie (unbestritten die größte Angst von Künstler:innen).
Die aus zehn Tracks bestehende Platte sei dabei „in einer Art Exorzismus“ entstanden – „Der Versuch, eine Wunde zu fotografieren, bevor sie sich schließt“ – und ein Flickenteppich aus Aufnahmen aus der ganzen Welt: In Cardiff und London hat Le Bon ebenso experimentiert und feingetuned wie auf der griechischen Insel Hydra oder in der kalifornischen Wüste; sie hat ihre reichhaltigen Arrangements nach dem Schichtsystem gebaut und oft mehr auf Klang gesetzt als auf Text, als ihr die Worte fehlten oder sie sie nicht finden wollte.
Letzten Endes ist „Michelangelo Dying“ eine Übung: in Menschlichkeit, Lebendigkeit – aber auch im Loslassen. Kein Wunder, ist das Album doch stark von David Bowie, Nico, John McGeoch und Laurie Anderson inspiriert. „Es gibt keine Enthüllungen. Keine Schlussfolgerungen“, hat Le Bon irgendwann festgestellt. „Es gibt keinen Grund. Es gibt nur Wiederholung und Chaos.“ Und jetzt eben den Soundtrack dazu.
Tickets für die Tour gibt es ab 5. Juni hier.
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