- Discover
„Mercyland“ von Shelter Boy: Ein musikalischer Entwicklungsroman
Mit „Mercyland“ präsentiert Shelter Boy seinen musikalischen Entwicklungsroman, in dem er Themen wie Männlichkeit und Mental Health behandelt.

Natürlich surft er die Neue Neue Deutsche Welle, und Referenzen wie Betterov, Edwin Rosen und auch Drangsal gehen voll auf – nur ist Simon Graupner alias Shelter Boy zugleich eben auch der Britpopboy dieser Szene. Da ist der verunsicherte Teenager, der auf der Rückbank eines Autos auf dem Weg in die Schule bei Zwickau ist. Seine Nachmittage verbringt er kiffend in Skatepark, ständig in Angst, dass er mit seiner introvertierten Andersartigkeit aneckt. Und da ist der heutige Musiker, der seine Vergangenheit abgeschüttelt hat und bei dem im Manchester ansässigen Label Scruff Of The Neck unter Vertrag ist.
„Mercyland“ funktioniert als musikalischer Entwicklungsroman, bei dem es um ostdeutsche Neonazis, Männlichkeitsbilder, psychische Gesundheit und das Festhalten an den eigenen Träumen geht. Seinem größten Vorbild widmet Graupner einen eigenen Song („Jamie T forever“), doch es sind vor allem hymnische Stücke wie „Messed up Kids“, „Moving backwards“ und das fast schon postpunkige „Growing Pains“, die diesen Sommer auch in den ostdeutschen Indiediscos rauf und runter laufen werden.
Musik


Qobuz-Tipp der Woche: „Yearnalism“ von Baby Rose

Mit Sounds wie aus den 70ern: Fink geht auf Tour
Hörenswert

Absichtlich uncool: Panda Bear und Sonic Boom im Gespräch
Noah Lennox alias Panda Bear und Peter Kember alias Sonic Boom ergänzen einander perfekt: Über den Tod denken sie genau so gern nach wie über Steel Drums.

„Wo bleibt da der Spaß?“ Dinosaur Jr. ist zurück
J Masics von Dinosaur Jr. weiß selbst nicht, was er sagen will, wenn er einen Song schreibt. Jetzt kommt ein neues Album: „There Near“.

Qobuz-Tipp der Woche: „Visitor“ von Sienna Spiro
Bereits vor dem Release ihres Debütalbums war Sienna Spiro ein Popstar. Mit „Visitor“ beweist die Britin nun, dass sie mehr als ein Internethype ist.