„Karizma“ von Sara Gmuer
„Karizma“ von Sara Gmuer ist eine stolze Straßen-Lovestory, die sonst so oft nur aus der männlichen Perspektive erzählt wird.

„Karizma“ von Sara Gmuer ist unsere Buchempfehlung der Woche
Obwohl Sara Gmuer mit 45 Jahren gerade einmal bei der Lebenshälfte angekommen ist, hat die Schriftstellerin aus der Schweiz bereits hundert Leben gelebt: als Punk, als Schauspielerin, als Rapperin, als Model. Leben in Sinuskurven. Ein Glück, dass Gmuer stets Freundin des Wandels gewesen ist, wäre sie doch sonst nie zum Schreiben gekommen. Denn das macht die Hotelierstochter aus Locarno so unverschämt gut, dass man ihre Bücher regelrecht verschlingt.
Nach dem Erfolg ihres zweiten Romans „Achtzehnter Stock“, in dem sich eine Handvoll alleinerziehender Mütter aus der Berliner Platte durch die Lügen des sozialen Aufstiegs kämpfen, wird nun ihr Debütroman „Karizma“ aus dem Jahr 2012 als Taschenbuch neu veröffentlicht. Ähnlich wie Gmuer selbst ist auch ihre Protagonistin Victoria auf Zickzack-Kurs unterwegs durch ihr Leben: von Norditalien nach Berlin, vom Model zur Rapperin. Ein harter, doch nicht minder unterhaltsamer Roman. Kompromisslos wie ein Rapsong. Eine stolze Straßen-Lovestory, die sonst so oft nur aus der männlichen Perspektive erzählt wird.
Mit „Karizma“ hat es Sara Gmuer auf unsere Liste der besten Bücher im Dezember 2025 geschafft.
Literatur


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