- Discover
Justin Bieber: Hipgnosis kauft Songkatalog des Superstars für Rekordsumme
Nach Timberlake, Young und Cohen: Justin Bieber verkauf seinen Backkatalog an Hipgnosis für eine irre Summe.

Aktuell scheint der große Winterschlussverkauf im internationalen Musikbusiness zu laufen: Erst zu Beginn dieser Woche haben The Doors ihre Rechte an ihrem Songkatalog, Logos, Merchandise und mehr an den Musikverlag Primary Wave Music verkauft (mehr dazu hier), nun zieht ein weiterer Superstar nach. Wie Billboard berichtet, soll Justin Bieber seinen Songkatalog für 200 Millionen Dollar an Hipgnosis verkauft haben. Formal erwarb Hipgnosis Biebers Verlagsrechte, Master-Aufnahmen und benachbarte Rechte für seinen Backkatalog. Die Universal Music Group wird jedoch weiterhin die Rechte an seinen Musikaufnahmen behalten.
Justin Bieber: 200 Millionen Dollar für Backkatalog
Hipgnosis funktioniert so ähnlich wie ein Investmentfonds für Songs, Hipgnosis spekulieren gewissermaßen mit Popmusik. Bieber gesellt sich mit seinem Verkauf zu einer prominenten Gruppe: 2021 verkaufte Neil Young 50 Prozent seines Songwritingkatalogs an Hipgnosis, im darauffolgenden Jahr wurde der gesamte Songwritingkatalog von Leonard Cohen an das Unternehmen verkauft und auch Justin Timberlake sackte 100 Millionen Dollar für seinen Songkatalog ein.
Neu ist dieses Phänomen nicht, auch Bob Dylan, Bruce Springsteen oder Chuck D gingen in der Vergangenheit solche Deals ein. Doch dass die Rechte inzwischen bei Unternehmen landen, deren Markenkern der Handel mit Musikrechten ist, hat eine neue Qualität. Natürlich ist es nicht ganz verkehrt, dass die drei großen Labels (Universal, Warner, Sony) den Markt nicht mehr alleine für sich beanspruchen können, doch auch Hipgnosis wird sich in Zukunft mit ziemlicher Sicherheit nicht als gemeinnütziges Unternehmen entpuppen.
Musik


Qobuz-Tipp der Woche: „Yearnalism“ von Baby Rose

Mit Sounds wie aus den 70ern: Fink geht auf Tour
Hörenswert

Absichtlich uncool: Panda Bear und Sonic Boom im Gespräch
Noah Lennox alias Panda Bear und Peter Kember alias Sonic Boom ergänzen einander perfekt: Über den Tod denken sie genau so gern nach wie über Steel Drums.

„Wo bleibt da der Spaß?“ Dinosaur Jr. ist zurück
J Masics von Dinosaur Jr. weiß selbst nicht, was er sagen will, wenn er einen Song schreibt. Jetzt kommt ein neues Album: „There Near“.

Qobuz-Tipp der Woche: „Visitor“ von Sienna Spiro
Bereits vor dem Release ihres Debütalbums war Sienna Spiro ein Popstar. Mit „Visitor“ beweist die Britin nun, dass sie mehr als ein Internethype ist.