- Discover
„Evening Mood“ von Julia Holter: Herzschlag unter Wasser
Mit der neuen Single aus ihrem kommenden Album „Something in the Room she moves“ setzt Julia Holter dem Lieblingsfilm ihrer Tochter ein Denkmal.

Julia Holter hat eine weitere Single aus ihrem kommenden Album „Something in the Room she moves“ geteilt. „Evening Mood“ ist damit der neueste Vorbote auf die Platte, die am 22. März erscheinen wird. Das Album der US-Amerikanerin ist von einschneidenden, teilweise traumatischen, teilweise schönen Erlebnissen geprägt. Darunter fallen der Tod ihres Neffen, dem das Album gewidmet ist, aber auch die Geburt ihrer Tochter. Letztere spielt besonders auf der friedlichen Hymne „Evening Mood“ eine Rolle, mit der Holter das Gefühl des Liebeshormons Oxytocin einfangen wollte.
Als Inspiration für den „wässrigen“ Sound der Single hat dabei der Film „Ponyo“ von Hayao Miyazaki gedient, in dem ein Fisch sich in ein kleines Mädchen verwandelt – der Lieblingsfilm ihrer Tochter. „Ich wollte, dass sich alles sehr flüssig anfühlt“, sagt die Musikerin über den Song. „Ich wollte, dass es wie im Inneren des Körpers klingt.“ Aus diesem Grund ist in der Musik unterschwellig das stark bearbeitete Geräusch eines Herzschlags zu hören.
Das Video setzt das Natur-Thema des Songs fort. Darin ist Performer:in Tatiana Luboviski-Acosta im Wald, am Meer, vor dem Himmel zu sehen, im Einklang mit der Natur. Regie bei dem Clip hat Dicky Bahto geführt.
Musik


Qobuz-Tipp der Woche: „Yearnalism“ von Baby Rose

Mit Sounds wie aus den 70ern: Fink geht auf Tour
Hörenswert

Absichtlich uncool: Panda Bear und Sonic Boom im Gespräch
Noah Lennox alias Panda Bear und Peter Kember alias Sonic Boom ergänzen einander perfekt: Über den Tod denken sie genau so gern nach wie über Steel Drums.

„Wo bleibt da der Spaß?“ Dinosaur Jr. ist zurück
J Masics von Dinosaur Jr. weiß selbst nicht, was er sagen will, wenn er einen Song schreibt. Jetzt kommt ein neues Album: „There Near“.

Qobuz-Tipp der Woche: „Visitor“ von Sienna Spiro
Bereits vor dem Release ihres Debütalbums war Sienna Spiro ein Popstar. Mit „Visitor“ beweist die Britin nun, dass sie mehr als ein Internethype ist.