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Die Schnauze voll von retro? Joris live 2025
Der Deutschpopsänger Joris weiß, dass alles ein Ende hat – selbst seine Tour. Zum Glück ist es noch ein bisschen hin bis zur „Zu viel retro TOUR“.

Dass sich seit Jahrzehnten Retro-Hypes gegenseitig ablösen, die 80er-, 90er- und 2000er-Jahre ihre Comebacks feiern, ist kaum noch erwähnenswert. Vintage ist die Gegenwart. Und Superstars wie Dua Lipa nennen ihre Alben „Future Nostalgia“. Aber kann es nicht auch so etwas wie zu viel retro geben? Mit Sicherheit. Manch einer mag der nostalgischen Tendenzen längst überdrüssig sein, und doch bleibt keiner von der rührseligen Vergangenheitsverklärung verschont, wenn einmal der Lieblingssong der eigenen Jugend angespielt wird.
Mit seinem neuen Album „Zu viel retro“ nimmt sich der Deutschpopsänger Joris diesem ambivalenten Verhältnis an. „Wir könn’n nicht zurück“, singt der 34-Jährige auf der bittersüßen Trennungsballade „Bye bye mein Herz“. Eine simple und zugleich niederschmetternde Erkenntnis. So wird bei Joris das Nachdenken über Nostalgie und Retro-Tendenzen zeitgleich zur Endlichkeitsreflexion. Nur logisch, dass sich der Mann aus Niedersachsen für dieses Album mit seiner Band im Studio eingeschlossen und alles live aufgenommen hat. Mit all den kleinen Fehlern und Makeln. Wie im echten Leben. Wie früher.
Mit dieser unperfekt-perfekten, mal rauen, mal sanften Melange aus Pop, Alternative- und Indierock geht Joris nun auch auf „zu viel retro TOUR“.
Musik


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