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„Invaluable“ von Delilah Holliday: Sinnfragen einer Partynacht
Eigentlich ist die Britin Delilah Holliday für Poltipunk bekannt. Nun legt sie ein Artpopalbum – mit glitchy Trip-Hop und knatschendem Klubsound.

Sich während einer exzessiven Partynacht große Sinnfragen zu stellen, kann ganz wunderbar funktionieren, hat man die passende Begleitung dabei – und Delilah Holliday ist genau die Richtige. So wechselt die bislang für Politpunk bekannte britische Singer/Songwriterin auf ihrem Solodebüt „Invaluable“ fast unbemerkt zwischen authentisch knatschendem Klubsound, seichten Pianoeinlagen und glitchy Trip-Hop, während ganz beiläufig Gedanken zum Spätkapitalismus, Paranoia und Selbstakzeptanz durchs Soundbild gleiten.
Das alles passiert mitunter gleichzeitig und dennoch wie im Fluss. Für Holliday ist dieses Album eine Transformation: persönlich wie musikalisch. „I travelled myself“, singt sie auf „Travelled“, und hält augenzwinkernd fest „I’m glad im still intact“. Auch wenn der Weg bis zu diesem erlösenden Song von Einsamkeit („Silent Streets“), Zweifel („Hesitate“) und Drogensüchten („Drugs again“) durchzogen war, hat er sich gelohnt. Und wem das Album bis dahin zu sperrig war, wird mit den zwei Hymnen „Long Time Coming“ und „On my own Wave“ zum Schluss auch noch eingefangen.
Musik


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