- Discover
„Grim Iconic…(Sadistic Mantra)“ von J.R.C.G.: Es scheppert
Auf seinem zweiten Soloalbum verbindet J.R.C.G. Punk-Energie mit Latino-Grooves. Das Ergebnis ist so brachial wie mitreißend.

Wenn Justin R. Cruz Gallego alias J.R.C.G. auf Instagram neue Musik ankündigt, schreibt er das Wort schon mal in Anführungszeichen. Nicht ohne Grund, denn immer wieder werden seine Songs von elektronischem Lärm zerfetzt. Nach Jahren mit der Band Dreamdecay hat sich Gallego selbstständig gemacht und auf seiner ersten Soloplatte „Ajo Sunshine“ das Kreischen, Flirren und Rauschen von Synthesizern noch mehr ins Zentrum gerückt. Für „Grim Iconic“ hat er sich nun wieder stärker auf seine Drums besonnen und verbindet den DIY-Spirit des Punk mit den Rhythmen seiner Latino-Jugend.
Gitarren kommen da nur selten mal vor („Cholla Beat“), meist dominieren düstere Synth-Riffs („Junk Corrido“) und Krautrock-Bass („Dogear“). Auch Gallegos Gesang wird hinter schroffen Elektroflächen zum Teil der Textur. Vor allem aber ist die Platte bis zum Rand mit der Art Beats gefüllt, die Ned Raggett in seiner Rezension zu Cans „Tago Mago“ Monster-Grooves nennt. Alles kulminiert in „World i“, einem cowbell- und saxofongetränkten Trauerzug durch die Hölle. Haut rein!
Musik


Qobuz-Tipp der Woche: „Yearnalism“ von Baby Rose

Mit Sounds wie aus den 70ern: Fink geht auf Tour
Hörenswert

Absichtlich uncool: Panda Bear und Sonic Boom im Gespräch
Noah Lennox alias Panda Bear und Peter Kember alias Sonic Boom ergänzen einander perfekt: Über den Tod denken sie genau so gern nach wie über Steel Drums.

„Wo bleibt da der Spaß?“ Dinosaur Jr. ist zurück
J Masics von Dinosaur Jr. weiß selbst nicht, was er sagen will, wenn er einen Song schreibt. Jetzt kommt ein neues Album: „There Near“.

Qobuz-Tipp der Woche: „Visitor“ von Sienna Spiro
Bereits vor dem Release ihres Debütalbums war Sienna Spiro ein Popstar. Mit „Visitor“ beweist die Britin nun, dass sie mehr als ein Internethype ist.