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„For Love of Grace & the Hereafter“ von Iceage: Dänen lügen nicht
Nach fünf Jahren gibt es ein neues Album von Iceage – und das Warten hat sich gelohnt!

All die Skandale und jugendlichen Provokationen, der Exzess und die Drogen, selbst die großartigen Soloalben von Sänger Elias Rønnenfelt aus den letzten beiden Jahren haben sie überlebt: Nach „Seek Shelter“ aus 2021 veröffentlichen Iceage im 18. Bandjahr nun ihr sechstes Studioalbum – und es ist das Meisterwerk der Dänen. Vielleicht liegt es genau daran, dass sie keinen Gedanken an Überbau und Weiterentwicklung verschwendet haben und mit den Silence Studios sogar an den Ort zurückgekehrt sind, an dem sie einst „Plowing into the Field of Love“ aufgenommen haben.
Auf „For Love of Grace & the Hereafter“ klingen sie so eingängig, so anschmiegsam und sogar so glattgebügelt wie nie zuvor – und trotzdem ist da immer der Weg zu hören, den sie vom kaputten Hardcore ihrer Anfangstage über zerschossenen Orchester-Noise bis hin zu windschiefen Americana-Referenzen und der Verneigung vor Nick Cave zurückgelegt haben. „For I know there is a blessed shore, darling/A place beyond, so save yourself“: Ein Song wie „No Fear“ ist jetzt möglich, und womöglich ist es die aggressivste Art und Weise, dem unumgänglichen Untergang den Mittelfinger zu zeigen.
Musik


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