- Discover
„Mountainhead“ von Everything Everything: Massiv eingängig
Das neueste Konzeptalbum der britischen Band klingt sperrig – ist in der Praxis aber das Gegenteil.

Große Konzepte, eingängig umgesetzt: So könnte der Slogan von Everything Everything lauten. Auf seinen Platten entwirft das britische Quartett dystopische Visionen, beim letzten Album „Raw Data Feel“ hat gar eine selbstentwickelte KI an den Texten mitgeschrieben. Für „Mountainhead“ stammen die Texte nun wieder von der Band selbst, aber das Konzept ist umso massiver: Das Album spielt in einer Parallelwelt, in der die Menschheit einen riesigen Berg gebaut hat, der als Metapher für den Kapitalismus verstanden werden kann.
Klingt sperrig, ist aber das Gegenteil – dank des Gespürs für melodische Hooks, stadiontauglicher Soundwände und natürlich des Falsettgesangs von Jonathan Higgs. Und so klingt auch „Mountainhead“ dann am besten, wenn er mit eskalierender Dringlichkeit über Themen singt, die sich bei allem konzeptionellen Überbau natürlich als die Probleme vom Hier und Jetzt entpuppen: „I sent you/The image of a little yellow face/To tell you that I’m sad about the emptiness that’s all around me“ („Cold Reactor“).
Musik


Qobuz-Tipp der Woche: „Yearnalism“ von Baby Rose

Mit Sounds wie aus den 70ern: Fink geht auf Tour
Hörenswert

Absichtlich uncool: Panda Bear und Sonic Boom im Gespräch
Noah Lennox alias Panda Bear und Peter Kember alias Sonic Boom ergänzen einander perfekt: Über den Tod denken sie genau so gern nach wie über Steel Drums.

„Wo bleibt da der Spaß?“ Dinosaur Jr. ist zurück
J Masics von Dinosaur Jr. weiß selbst nicht, was er sagen will, wenn er einen Song schreibt. Jetzt kommt ein neues Album: „There Near“.

Qobuz-Tipp der Woche: „Visitor“ von Sienna Spiro
Bereits vor dem Release ihres Debütalbums war Sienna Spiro ein Popstar. Mit „Visitor“ beweist die Britin nun, dass sie mehr als ein Internethype ist.