„Dornhelm“ von Michael Köhlmeier
Die 13 Tage dauernden Gespräche aus „Dornhelm“ zwischen Michael Köhlmeier und seinem Freund, dem Regisseur Richard Dornhelm, sind nicht nur von Komik durchdrungen, sondern zeigen einen sympathisch subjektiven wie wortmächtigen Filmemacher.

Keine Sorge, Dracula-Anekdoten sind nicht der Schwerpunkt in Michael Köhlmeiers Buch „Dornhelm“. Aber kurzweilig ist „der Roman einer Biografie“, verdammt kurzweilig, denn die 13 Tage dauernden Gespräche zwischen dem Autor und seinem Freund, dem Regisseur Robert Dornhelm, sind nicht nur von immer wiederkehrender Komik durchdrungen, sondern zeigen einen so sympathisch subjektiven wie wortmächtigen Regisseur („Echo Park“, „Anne Frank – The whole Story“).
Das Buch eröffnet mit einer Anekdote über Grace Kelly und schließt auch mit einer über sie, dazwischen aber sprechen die beiden außer über Filmästhetik und Dornhelms Werk sehr viel über Kindheit und Jugend des Regisseurs in Temeschwar im kommunistischen Rumänien der Nachkriegszeit und darüber, wie vor allem sein geliebter Bruder Peter Dornhelms Leben prägte, ehe die Familie nach Österreich auswanderte.
Mit „Dornhelm“ hat es Michael Köhlmeier auf unsere Liste der besten Bücher im November 2025 geschafft.
Literatur


Louise Kennedy kommt mit „RED“ nach Deutschland
Ihr Roman „RED“ erscheint am 24. September und wird als einer der Höhepunkte des Buchherbstes gehandelt. Jetzt kündigt Louise Kennedy auch eine Lesereise für den Oktober an.

Şeyda Kurt: Buchpremiere in Köln
Am 21. Juli erscheint mit „Zeit der Monster“ das wohl spektakulärste Debüt des Herbstes – und schon am 18. Juli steigt in Köln die Premierenlesung.
