„Der Sohn und das Schneeflöckchen“ von Vernesa Berbo
In „Der Sohn und das Schneeflöckchen“ erzählt Vernesa Berbo mit eindringlicher Kraft vom Schicksal zweier Schwestern während der Belagerung Sarajevos.

„Der Sohn und das Schneeflöckchen“ von Vernesa Berbo ist ein schmerzhaftes, zuletzt aber hoffnungsvolles Plädoyer für Frieden und die Liebe zwischen Schwestern.
Beim Aufwachsen sind sie unzertrennlich: Dijana, von allen nur liebevoll „Sohn“ genannt, und ihre jüngere Schwester Dada alias „Schneeflöckchen“. Doch als der Bosnienkrieg ausbricht und Sarajevo belagert wird, ist die Kindheit der Schwestern für immer vorbei. Zwar schaffen sie es, sich mit ihren Eltern vor den ersten Massenmorden zu retten. Doch ab jetzt müssen sie in Bunkern schlafen, hungern, frieren und sich an jeder Kreuzung vor Scharfschützen fürchten. Dijana wird zur Partisanin, während Dada mit Mirza die erste große Liebe erlebt. Doch dann verschwindet Mirza und setzt damit eine Reihe von Ereignissen in Gang, die die Schwestern für Jahrzehnte trennen wird …
Vernesa Berbo hat die Belagerung Sarajevos selbst erlebt und zeichnet den Alltag im Ausnahmezustand mit stechender Genauigkeit nach. Der Gewalt und Grausamkeit des Krieges stellt sie zwei kämpferische, doch zutiefst menschliche Hauptfiguren entgegen, von denen sie abwechselnd in dritter (Dada) und erster Person (Dilara) erzählt. Ein schmerzhaftes, zuletzt aber hoffnungsvolles Plädoyer für Frieden und die Liebe zwischen Schwestern.
Mit „Der Sohn und das Schneeflöckchen“ hat es Vernesa Berbo auf unsere Liste der besten Bücher im Februar 2026 geschafft.
Literatur


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