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„Where you wish you were“ von Bill Laurance und Michael League: Duologisch
Die beiden Gründungsmitglieder von Snarky Puppy bringen ihr erstes Album als Duo heraus – und schlagen ganz neue Wege ein.

Zwei Wörter werden wohl für immer untrennbar mit Bill Laurance und Michael League verbunden sein: Snarky Puppy. Als League die überaus erfolgreiche Jazzband 2004 gegründet hat, waren er und Laurance schon befreundet, und bis heute leiht Pianist Laurance dem Kollektiv seine Hände. Mit „Where you wish you were“ haben sie nun ihr erstes Album als Duo veröffentlicht – würden dies allerdings ungern als bloßen Nebenschauplatz verstanden wissen: „Wir sind so viel mehr als ein Teil dieser Band“, sagt League.
Für beide Musiker ist es ein ungewöhnlich minimalistisches Projekt, denn selbst auf ihren Soloalben stapeln sie gern alle möglichen Instrumente übereinander. Hier beschränkt sich Laurance auf den Flügel, während League, bei Snarky Puppy eigentlich E-Bassist, Lauteninstrumente wie die arabische Oud oder die westafrikanische Ngoni auspackt. Seine Tendenzen als Bandleader kommen trotzdem durch: Von den Stücken, die sie nicht gemeinsam geschrieben haben, stammen fünf von League, nur zwei von Laurance.
Trotz des beschränkten Instrumentariums deckt das Duo ein breites Spektrum ab. Während „Tricks“, auf dem League im Bassregister spielt, mit seinen Grooves doch wieder stark an Snarky Puppy erinnert, klingt der Closer „Duo“ mit seinen absteigenden Akkorden fast schon nach Chopin. Subtile Effekte polstern den Klangteppich, und auf „Bricks“ wird sogar ein wenig gesungen. Mit World Music hat „Where you wish you were“ trotz Titel und Oud dabei nichts am Hut – immerhin hat League, wie er selbst zugibt, keine Ahnung, wie man die Laute „richtig“ spielt. Gut so: Umso freier können er und Laurance schalten und walten.
Musik


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