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„Radiosoul“ von Alfie Templeman: Frische Grooves und neue Tiefe
Mit Anfang 20 bringt Alfie Templeman bereits sein zweites Studioalbum heraus. Darauf klingt er tanzbarer als je zuvor.

Kaum zu glauben, dass Alfie Templeman erst 21 Jahre alt ist. Immerhin schreibt der Popboy seit sechs Jahren Songs, die nun bereits in einem zweiten Soloalbum gemündet sind. Von den vielen EPs ganz zu schweigen. Kein Wunder, dass nach dem Debütalbum „Mellow Moon“ von 2022 der Pool an Kreativität erst mal leergepumpt schien. Und wo zieht es einen Anfang 20-jährigen Südengländer in der Krise hin? Nach Miami und LA, wo Nile Rodgers frische Grooves in den ausgedörrten Jungen gepresst hat.
Zurück im grauen Südengland, hält der Glow glücklicherweise an, und so klingt Templemans neues Album „Radiosoul“ nach Foals, Jungle und Parcels: Manchmal rumpeln die Retrogrooves, um gleich wieder clean und elektronisch zu spuren. Templemans neue Acid-Pop-Songs wirken, als würde man sie schon ewig kennen, und sind doch immer aufregend und ausgefallen. Kein Wunder: Als Vorbilder haben ihm Künstler:innen wie Björk, Squarepusher, Stereolab und Todd Rundgren gedient.
„Es ging mir darum, zu mir selbst zu finden und mich wieder wohler mit mir selbst zu fühlen, und auch ums Erwachsenwerden“, sagt Alfie Templeman selbst über „Radiosoul“. „Um den Auszug aus dem Familienheim, um Selbstverständnis und die Erkenntnis, dass ich mich sehr verändert habe. Ich weiß nicht genau, wer ich in diesem Moment bin, aber es ist normal, dass man sich so fühlt. Obwohl ich schrecklich darin bin, über meine Gefühle zu sprechen, habe ich das Gefühl, dass Musik es einfacher macht.“
Musik


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